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Bestätigung Feuerwehrkommandanten
Einstimmig
bestätigte der Rat die von der Generalversammlung der Freiwilligen
Feuerwehr Iffezheim neu gewählte Führung mit Sascha Striebich als
Kommandanten und Dominik Schorpp als dessen Stellvertreter.
Vergabe Arbeiten an St. Martin
Einstimmig
vergab der der Rat Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung des
Kindergartens St. Martin. Die Zimmermann- und Holzbauarbeiten zu 354
3414,41 € an die Iffezheimer Firma Dachgeschwister. Die
Gerüstbauarbeiten zu 42 198,78 € an die Firma Gloser aus dem
Pfinztal und den Bau der Photovoltaikanlage an die Firma
Elektro-Weber aus Iffezheim zu 71 841,54 €.
Keine Ausübung des Vorkaufsrechtes
Der Tagesordnungspunkt über die Ausübung des Vorkaufsrechte wurde
gestrichen, da sitens der Gemeinde kein
Vorkaufsrecht besteht, wie Bürgermeister Schmid ausführte.
Planung Sanierung Mühlbach
Gegen
die Stimmen von Stefanie Manz und Wassilios Charalabidis (beide FWG)
und Gianni Tedesco (SPD) vergab der Rat erste Planlesitunge nfür
die Sanierung der Mühlbachverdolung an das Ingeniuerbüro
Lindschulte
aus Baden-Baden (früher Wald & Corbe).
Auf
Grund ihres Alters und der Ergebnisse der letzten Bauwerksprüfungen
sei notwendig, die etwa 1,2 Kilometer lange Mühlbachverdolung in den
nächsten Jahren zu sanieren, so die Sitzungsvorlage.
Als
erste Schritte stehen eine artenschutzrechtliche Ersteinschätzung
und die Prüfung der hydraulischen und hydrologischen Randbedingungen
an.
Wie
Herr Schopp vom Ingenieurbüro ausführte, diene die
artenschutzrechtliche Prüfung gegen spätere Überraschungen, wie
das Auftreten von Fledermäusen, gewappnet zu sein.
Die
hydrologischen und hydraulischen Prüfungen bestimmen den Umfang der
Sanierung. Wäre der Durchlass für die kommenden zu erwartenden
Niederschlagsmengen zu klein, müße ein Komplettneubau erfolgen, so
die Sitzungsvorlage. Wäre er zu groß ergäben sich ndere
Möglichkeiten der Sanierung.
Da
das Ingenieurbüro Lindschulte bereits zahlreiche Daten über die
Entwässerung in Iffezheim gesammelt hat und diese von einem anderen
Büro erst erarbeitet werden müßten, wurde nur dieses Büro zur
abgabe eine Angebots angeschrieben.
Gianni
Tedesco wandte sich gegen die Vergabe an das Ingenieurbüro
Lindschulte, da man mit diesem in anderen Angelegenheiten im Streit
läge. Er forderte vom Büro alles ganu zu dokumentieren und der
Verwaltung zur Verfügung zu stellen, so daß die Beteiligten der
späteren Planungsphasen auf diese Ergebnisse zurückgreifen könnten.
Bertold
Leuchtner (CDU) forderte vom Ingenieurbüro, aus der
artenschutzrechtliche Prüfung keine Doktorarbeit zu machen und deren
Aufwand so gering wie möglich zu halten.
Aluminiumbrücke über den Oertergraben
Einmütig vergab der Iffezheimer Rat den Auftrag die marode und bereits abgerissen Holzbrücke über den Oertergraben in Höhe des Rieder Wegs durch eine Aluminiumbrücke zu ersetzen an die Firma Glück aus Engen zum Preis von 36 355,12 €.

Widerlager der Brücke über den Oertergraben.
Markus Anthöfer, der für den Tiefbau zuständige Mitarbeiter des Bauamts, unterstrich den ästhetischen Vorteil einer Holzbrücke, hob aber den wirtschaftlichen Vorteil einer Aluminiumbrücke deutlich hervor. Eine Holzbrücke koste um die 23 000 € und habe eine Lebenserwartung von 25 Jahren, erläuterte er. Es müsse Tropenholz genutzt werden, das jährlich zu streichen sei. Nach etwa zehn Jahren müsse der Belag ausgetauscht werden.
Am Lebensende der Brücke müsse das Holz der Brücke entsorgt werden. All dies spreche nicht für Nachhaltigkeit, so Anthöfer.
Deutlich besser steht die 40 000 € teure Aluminiumbrücke da. Ihre Lebensdauer wird auf achtzig bis hundert Jahre geschätzt und ist im Unterhalt deutlich günstiger. Anthöfer rechnet mit einer Amortisation von 23 Jahren gegenüber einer Holzbrücke, ohne den Belagswechsel zu berücksichtigen. Es führe kein Weg daran vorbei, jetzt mehr zu investieren, um später mehr zu sparen, so Anthöfer.
Elias Ziegler (SPD) schlug vor, die beiden weiteren Brücken über der Oertergraben gleich mit auszutauschen, um einen Preisvorteil beim Anbieter herausschlagen zu können.
Bertold Leuchtner (CDU) sprach sich gegen weitere Verzögerungen aus. Alle seien froh, wenn die Brücke wieder da sei.
Schutz vor Hitze
Für reichlich Diskussionsstoff sorgten die Vorschläge der Verwaltung welche Maßnahmen im Kampf gegen die Hitze in der Grundschule und dem gemeindeeigenen Kindergarten Storchennest ausprobiert werden sollen. Letztendlich einigte sich der Rat darauf, die Vorschläge der Verwaltung umzusetzen und eine weitere Maßnahme ebenfalls zu testen.
Bürgermeister Christian Schmid und Bauamtsleiterin Franziska Kraft berichteten, daß es in den der Morgensonne zugewandten Ostseiten des Neubaus der Grundschule und im Storchennest trotz Jalousien unerträglich heiß werde. Die Aufenthaltsqualität und der pädagogische Alltag litten darunter. Laut Gemeinderätin Stefanie Manz (FWG) seien bereits zwei Grundschüler auf Grund der Hitze im Klassenzimmer „umgekippt“.
Auf Grund des Klimawandels rechnet die Verwaltung mit einer weiteren Zunahme von heißen Tagen in den beiden Monaten vor den Sommerferien. Laut der, den Sitzungsunterlagen beigefügten, Statistik des Climate Data Centes des Deutschen Wetterdienstes haben diese von 2009 bis 2024 um knapp 50% auf 11,4 Tage zugenommen.
Die Verwaltung habe sich daher in der letzten Zeit mit geeigneten Hitzeschutzmaßnahmen beschäftigt. Die Verwaltung habe sich mit anderen Gemeinden der sogenannten „Südschiene“ zu dem Thema ausgetauscht. Der überwiegende Teil der Südschiene habe sich gegen zusätzliche Klimatisierung ausgesprochen. Als Gründe wurden die hohen Investitions- und Betriebskosten genannt. Des Weiteren sei dieser Ansatz unter Klimaschutzaspekten kritisch zu betrachten.
Als Mittel der Wahl habe sich in den Gesprächen für eine Nachbesserung sogenannte „Spiegelfolie“ auf den Fenstern herauskristallisiert.
Auf Grund der massiven, selbstkühlenden Natursteinmauern des Altbaus der Grundschule und dessen durch Markisen geschützten Fenstern bestehe dort kein Handlungsbedarf. Im Gegensatz zu den nach Osten ausgerichteten Klassenzimmern des Neubaues, dessen automatisch gesteuerten Markisen die Räume nicht immer abschatten. Zum Vergleich soll an den Fenstern eines Teiles der Klassenzimmer Spiegelfolie angebracht werden, welche die Innentemperatur um drei Grad senken soll.
Zusätzlich sollen angemietete mobile Klimageräte bei Bedarf eingesetzt werden.

Die Morgensonne sorgt für Hitze.
Ähnlich soll im Storchennest vorgegangen werden. Die Fenster der der Morgensonne zugewandten Räume im Obergeschoss sollen ebenfalls mit Spiegelfolie verschattet werden. Ein mobiles Klimagerät ist dort bereits im Einsatz.
Die vorgestellten Maßnahmen können noch zu diesem Sommer umgesetzt werden. Sie haben für die Verwaltung Pilotcharakter Sollten sie sich bewähren, werden sie Vorbilder für weitere kommunale Einrichtungen werden, so der Bürgermeister Schmid.
Stefanie Manz (FWG) widersprach vehement dem Ansinnen der Verwaltung, die mobilen Klimageräte anzumieten. Der Mietpreis sei so hoch, daß ein Kauf der Geräte wirtschaftlicher sei. Bürgermeister Schmid betonte, daß es sich zunächst nur um einen Pilotversuch handle, mit dem der Erfolg der Maßnahmen ausgetestet werde. Die Geräte würden geliehen, da nicht bekannt sei, ob sie zum Erfolg führten.
Michael Bosler (CDU) sah den Einsatz der Strom fressenden Klimageräte kritisch: „Wo bleibt der grüne Fußabdruck?“
Gianni Tedesco (SPD) wandte gegen die Spiegelfolie ein, daß diese, weil außen angebracht, auch äußeren Einflüssen unterläge und zerkratzt oder abgelöst werden könne. Er berichtete von Erfahrungen aus anderen Amtsgebäuden, bei denen bei den mehrfach verglasten Fenstern die Innenseiten bedampft worden seien und dadurch mehr als 80% der Wärmestrahlung reflektiert würden. Seiner Einschätzung nach wären diese Gläser
nur um knapp die Hälfte teurer als die Spiegelfolie und effektiver.
Martin Schäfer (FWG) regte an, die im Storchennest Tätigen in die optimale Nutzung der dort installierten Belüftung einzuweisen, um deren Möglichkeiten voll auszunutzen. Offene Fenster im Hochsommer widersprächen dem Sinn und Zweck der Belüftung.
Letztendlich einigte sich der Rat mehrheitlich auf einen Kompromiss. Dieser enthält den von der Verwaltung vorgeschlagenen Wärmeschutz durch Spiegelfolien und den Einsatz angemieteter mobiler Klimageräte. Darüber hinaus wird beim örtlichen Glaser nach Preis und Lieferfristen für die ins Gespräch gebrachten bedampften Fenstergläsern nachgefragt. Über deren Einsatz soll dann per Umlaufbeschluß entschieden werden.
Funkmast im Oberwald
Unisono stimmte der Iffezheimer Gemeinderat dem Bauantrag der Vodafone Mobilfunknetz und Mobilfunkdienste privater Netzbetreiber zur Errichtung einer Funksende- und Empfangsanlage zu. Telekommunikationsanlagen zählen zu den privilegierten Bauvorhaben im Außenbereich.
Die neue Anlage wird im Oberwald nördlich der B500 bei der Einmündung des Sinzheimer Weges zwischen der Bundesstraße und eben des Sinzheimer Weges entstehen. Sie wird das aktuell bestehende Provisorium am Sinzheimer Wegs etwa 200 Meter südlich der B500 ersetzen. Der über 40 Meter hohen Stahlgerüstturm wird mit den benachbarten Riesenmammutbäumen in Konkurrenz treten.

Bereits 2020 hatte der Rat einen Mietvertrag mit der Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) über das Gelände geschlossen. 2022 wurde die Verwaltung im Frühjahr davon in Kenntnis gesetzt, daß im Rahmen einer von der Bundesnetzagentur organisierten Auktion die Frequenzbänder neu verteilt worden seien. Mit der Neuverteilung der Rechte gingen neue Versorgungsverpflichtungen entlang von Bundes-, Landes- und Staatsstraßen, Wasserwegen und Schienenwegen
einher. Um diese Verpflichtungen erfüllen zu können, hatten die Mobilfunkunternehmen damals eine geographische Aufteilung von Ausbaubereichen über das komplette Bundesgebiet abgeschlossen. Hierbei wurden die Ausbaustandorte entlang der B 500 der Vodafone GmbH zugeteilt, weshalb nun Vodafone der Vertragspartner der Gemeinde Iffezheim ist.
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