11. Februar 2023

 
 

Lichternacht

 

 

Wohl jeder Pfarrer frohlockte wäre seine Vorabendmesse so gut besucht, wie die „Lichternacht“ Zuhörer in das Schiff der katholischen Pfarrkirche zu Iffezheim lockte. Kaum ein Platz blieb frei. Einige Hundert ließen sich von dem Iffezheimer Frauenchor „CHORissima“ und dem Ötigheimer gemischten Chor „Good Vibrations“ in vorweihnachtliche Stimmung versetzen. Mit teils frenetischem Applaus wurden die von Ulianah Nesterova geleiteten Sänger und Sängerinnen für ihr Können belohnt.

 
 

 
 

Den Auftakt gaben die „Frauen mit Stimme“, so der Untertitel von CHORissima, und zogen mit dem gesummten „Weinachtstern“ in die Kirche ein.

Bei „Go tell it on the mountain“ entströmte die Freude über Jesu Geburt den 22 Kehlen der Frauen und ergoß sich in das Kirchenschiff.

Der Begrüßung durch Christine Hillert, schloß sich das Wiegenlied „Bajuschki Baju“ aus der Heimat der Dirigentin an. Mit elegischen Hauchen füllte der Chor das Gotteshaus mit dem „Licht der Weihnachtszeit“ und pflanzte das Lied klar und rein in die Herzen der Zuhörer.

Als Hommage an die mit „Maria Empfängnis“ am Vortag beginnende irische Weihnachtszeit nahmen die Frauen ihr Publikum mit auf die Insel, zunächst zu zwei weniger weihnachtlichen, aber schön interpretierten, irischen Traditionals. Mit ihrer mal zaghaften, mal kraftvollen Interpretation von „Amazing Grace“, einem der beliebtesten Kirchenlieder weltweit, riß CHORissma die Zuhörer zu frenetischem Beifall hin.

Eine liturgische Meisterleitung gab Good Vibrations mit „Sanctus benedictus“ ab. Mit einem klassischen „Sanctus“ beginnend, dann Fahrt aufnehmend zum Gospel und über Britta Kiefer-Puches Solo wieder klassisch zurückkehrend. Beeindruckend legten die Frauen das winterliche Klagen in „Night of silence“ über das „Stille Nacht“ der Männer, um sich dann mit ihnen hoffnungsfroh zu vereinen. Mit „We wish you a merry Chsitmas“ verabschiedeten sich die guten Schwingungen zunächst vom Publikum. „Kein Weihnachtskonzert“ ohne „Ave Maria“, so die Leiterin der beiden Chöre und nahm diesen Part selbst in die Hand.

Im Mitsingblock gab das stimmenstarke Publikum Klassiker um das klingende Glöckchen, den Tannenbaum oder das Adventslied „Macht hoch die Tür“ zum Besten.

Das in „Canon of peace“ klassisch beginnende Flehen um Frieden entwickelte sich zum kanonartigen, tänzelnden Melodiereigen, um wieder im klassischen Flehen nach Frieden „Donna nobis pacem“ zu enden. Mit Coldplays „Viva la vida“ endete das umjubelte Konzertprogramm der Frauen mit Stimme.

Gemeinsam baten die beiden Chöre mit dem Kyrie aus der „Messe 4 Youth“ um Gottes Erbarmen, bevor sie mit dem „Weihnachtsstern“ auf den Lippen die Kirche verließen.

Leider hatte Petrus wenig Einsehen mit dem Ansinnen, den Abend bei Glühwein, Würsten und Gesprächen vor dem Rathaus ausklingen zu lassen. Regen empfing die Konzertbesucher, die sich eilig Plätze unter den Zelten suchten.

 

 
 
Euer Kommentar an Matthias

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