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09. Oktober 2023

 

 

Ratssitzung 09.10. : Planung KiGa St. Martin

 

Einstimmig billigte der Rat der Renngemeinde die Entwurfsplanung zur Erweiterung und Generalsanierung des nun gemeindeeigenen Kindergartens St. Martin. Die Kosten für die Maßnahme werden von Architekt Andreas Adler auf 5,8 Millionen geschätzt. Gespannt verfolgten viele Erzieherinnen die Präsentation ihrer künftigen Arbeitsstätte.

Gegenüber dem vor ein paar Jahren im Rat gezeigten Entwurf wird die Erweiterung der Kindertagesstätte nicht entlang der Kapellenstraße, sondern gegenüber, entlang der Goethestraße erfolgen und dabei den Pavillon anbinden. Architekt Adler und Bürgermeister Christian Schmid erläuterten den Sinneswandel im Gespräch vor der Sitzung mit den geänderten pädagogischen Konzepten und den geänderten gesetzlichen Vorgaben. Ein wesentlicher Punkt dabei sei, daß der Betrieb des Kindergarten von den sonstigen Nutzungen des Gebäude strikt getrennt sein müsse. Die vom Architekten dann vorgestellte Planung sei mit der katholischen Verrechnungsstelle, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, sowie dem Männergesangverein und dem Kirchenchor, als Nutzer des Obergeschosses, abgestimmt.

Auf Grund der gesetzlichen Vorgaben wird der neue barrierefreie Haupteingang in etwa in die jetzige Hofeinfahrt verlegt. Nach links wird es dann in den Krippenbereich entlang der Goethestraße gehen, mit den beiden Gruppenräumen und den Schlafsälen. Daran schließen sich der Pavillon als künftiger Mehrzweckraum, auch für Elternabende, an. Zum Hof hin schließen sich Mensa und Küche an. Den Neubau trennt die Freifläche für die Kleinsten von der Goethestraße.

Im Altbau aus den 1960ern und 1980ern werden die Räume im Erdgeschoß generalsaniert und nach Abschluß der Bauarbeiten Platz für fünf Gruppen für Überdreijährige bieten. Zum Hof hin wird es eine „Stiefelschleuse“ geben. Außentoiletten runden die neue Hofausstattung ab.

Im Obergeschoß entfällt künftig das Satteldach und damit die Lagermöglichkeiten, die statt dessen im Untergeschoß angeboten werden. Damit greift Adler die Idee aus den Anfangstagen des Kindergartens wieder auf, die Flure des alten Kerns über Oberlichter zu beleuchten und zu entlüften. Je sechs KFZ - Stellplätze sind vor dem Haupteingang und in der Kapellenstraße vorgesehen.

Über den Eingang an der Ecke zur Kapellenstraße wird künftig nur noch das Ober- und Untergeschoß erreichbar sein und kein Zugang zum Kindergarten mehr bestehen. Gemäß der aktuellen Bauvorgaben werden die beiden Geschoße zusätzlich über einen Aufzug barrierefrei erschlossen. Daher tauschen im Obergeschoß die WCs und die Teeküche künftig ihre Plätze. Der „Kulturraum“ in dem der Kirchenchor und der Männergesangverein proben, bleibt in seiner Form erhalten. In Adlers Rechnung ist der Aufzug komplett dem Obergerschoß zugeschlagen, weshalb die Kosten für den Umbau auf 380 000 Euro geschätzt werden.

Die Schaffung von Lagerräumen für die Vereine und Besprechungsräume für den Kindergarten taxiert der Planer auf 110 000 Euro.

Architekt Adler rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren, während derer der Kindergartenbetrieb in dem Gebäude komplett eingestellt wird, damit die Arbeiten „in einem Rutsch“ durchgeführt werden können. Die beiden Krippengruppen und eine Gruppe jüngerer Kinder aus den altersgemischten Gruppen finden Platz im Erdgeschoß der Kindertagesstätte „Storchennest“ im Weierweg. Hierzu muß der bestehende Mehrzweckraum zum Gruppenraum umgestaltet und ein Verfügungsraum im Untergeschoß zum neuen Mehrzweckraum ausgebaut werden. Die Kosten hierfür sind auf 55 000 Euro geschätzt.

Für die älteren Kinder ist eine Zwischenstation im – dann ehemaligen – Feuerwehrhaus in der Karlstraße geplant. Im früheren DRK – Depot im Gestadebruch werden zwei Gruppen mit Überdreijährigen Unterschlupf finden. Das barrierefrei zugängliche Feuerwehrhaus kann zwei altersgemischte Gruppen aufnehmen. In der leeren Fahrzeughalle stellt sich Adler einen „Abenteuerraum“ als Mehrzweckraum vor. Für die Umgestaltung der Räumlichkeiten in der Karlstraße veranschlagt Architekt Andreas Adler 200 000 bis 250 000 Euro. Die Kosten für die Ausweichquartiere in bestehenden Einrichtungen seien deutlich niedriger als die Anschaffung einer Containerlösung, rechnete Adler den Räten vor.

Nachdem eine Förderung nach dem „Investitionspakt Baden-Württemberg Soziale Integration im Quartier“ vom Regierungspräsidium abgelehnt wurde, sieht Bürgermeister Schmid als verbleibende Fördermöglichkeit im Rahmen der „Ortskernsanierung II“ in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

 

Euer Kommentar an Matthias

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