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06. November 2023

 

 

Ratssitzung 06. November 2023

 

Zuschhuß für Sanierung INI Vereinsheim

Vor zig Jahrzehnten konnten einige Freunde die Pioniere der Rastatter französischen Garnison dafür gewinnen, am „Hellen Wasser“ - in der Nähe des Wintersdorfer Sähmannsees -  ein Häuslein zu errichten. Heute würde von einer Win-Win-Situation gesprochen werden: Die französischen Streitkräfte konnten ihr Wissen und Können in die Tat umsetzen und die Freunde hatten ein Wochenendhaus für so manche Festivität.

Über die Jahre wechselten die Besitzer und die Intitiativgruppe Naturschutz Iffezheim (INI) erbte das Gebäude und nutzt es als Vereinsheim. Über die Jahre nagte jedoch auch der Zahn der Zeit an dem Gebäude. Ohne Komplettsanierung wäre die Nutzung für Versammlungen oder für die „Kinder - INI“ nicht mehr möglich gewesen.

In aufwändiger Eigenleistung wurde das Gebäude renoviert. Dabei stellten sich gravierende Mängel heraus. So mußte das Dach komplett erneuert und tragende Balken mußten ersetzt werden.

Die meisten Arbeiten konnten im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Einige Restarbeiten warten im neuen Jahr auf die Ehrenamtlichen. Insgesamt rechnet die INI mit knapp 42 500 Euro an Materialkosten. Hierfür seien bereits Spenden in Höhe von fast 3 000 Euro eingeworben worden, geht aus den Sitzungsunterlagen hervor.

Wie die Verwaltung darin ausführt, sei die Gemeinde im Zuge der Vereinsförderung in ähnlich gelagerten Fällen mit einem Investitionszuschuß in Höhe vom 50% in die Bresche gesprungen. Da es für die INI keinen Dachverband, wie einen Sportbund gebe, der mitfinanziere, übernimmt die Gemeinde die Förderung komplett. Diese hälftige Förderung habe auch die Anglerkameradschaft für die Sanierung der Ufer ihres Quellloches erhalten, so die Ausführungen in den Unterlagen weitet. Ohne Diskussion stimmte der Rat einhellig der Übernahme von 50% der Materialkosten für die gelungene Sanierung des Vereinsheims der Initiativgruppe Naturschutz Iffezheim zu.

Solarstrom vom neuen Feuerwehrhaus

MIn der ersten Hälfte des kommenden Jahres wird das neue Feuerwehrhaus mit DRK – Depot in der Hügelsheimer Straße bezugsfertig sein. Seit 1. Januar 2002 müssen auf den Dächern von neu gebauten Nichtwohngebäuden Photovoltaikanlagen installiert werden, so das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg

Diese Vorgabe korreliert mit der Vision des „Zukunftsfonds“, welche die CDU im Gemeinderat vorgestellt hatte. Bei dem absehbaren Ende der Kiesabbaues auf der Gemarkung Iffezheim, müsse die Gemeinde rechtzeitig neue, nachhaltige Einkommensquellen für kommende Generationen erschließen. Die Gewinnung von Solarstrom drängt sich dabei auf.

Bürgermeister Christian Schmid hatte den Vorsitzenden Hartmut Oesten der BürgerEnergiegenossenschaft Durmersheim (BEG) in den Rat geladen, damit dieser die Möglichkeiten einer Kooperation vorstellen konnte.

Zunächst ging der Vorsitzende auf die BEG an sich ein. Acht ehrenamtlich Tätige planten und setzten die Projekte der BEG durch. Bisher seien 18 Projekte verwirklicht worden, welche eine Leistung von 1,8 MWh erbrächten, berichtete Oesten. Wegen der kleinen Mannschaft kümmere sich die BEG aktuell nur um große Projekte in Zusammenarbeit mit Kommunen oder Betrieben und nicht um Einfamilienhäuser.

Aktuell laufende Projekte seien die Errichtung von PV - Anlagen auf der Wolf – Eberstein - Halle in Muggensturm, sowie auf zweier dortiger Kindergärten.

Die BEG biete zwei Betriebsformen an: die BEG pachtet das Dach des Eigentümers und speist den Strom ins Netz des Grundversorgers ein oder die BEG pachtet das Dach und liefert den Strom um 20% günstiger für die Eigenversorgung des Gebäudes. Überschüssiger Strom könne gespeichert oder ins Netz gespeist werden, skizzierte Doehnen die beiden Ansätze.

Die BEG wickle ihre Projekte immer komplett in Eigenleistung ab. Nach der Potentialanalyse werde dem Eigentümer ein Angebot unterbreitet. Die Planung der Anlage umfasse die PV - Module, Wechselrichter, Rohre und Leitungen. Die BEG schreibe die Arbeiten aus und beauftrage diese als Bauherr.

Im Falle des Feuerwehrhauses in Iffezheim geht Oesten von einer Leistung von 154 000 KWh aus. Die Module würden schwimmend auf dem Flachdach verlegt, um die Dichtigkeit des Flachdaches nicht zu gefährden.

Um die Kosten für ein Projekt zu finanzieren, würde dies zunächst in der jeweiligen Kommune beworben und erst später im Umkreis. Jedes Mitglied könne bis zu einhundert Anteile an der BEG erwerben. Der Preis je Anteil betrage bei 100 Euro, so der Vorsitzende. Die Rendite liege bisher bei vier Prozent im Jahr. Auf Nachfrage führte Oesten aus, daß derzeit auch Kommunen nicht mehr als 100 Anteile erwerben könnten. Man wolle Spekulationen durch Investoren vorbeugen. Weiterhin sei es derzeit rechtlich nicht möglich, mit dem von der BEG erzeugten Strom weitere kommunale Gebäude zu versorgen. Er zeigte sich gegenüber einer künftigen Änderung zuversichtlich.

Haushalt 3. Quartal

Die aus den Zahlen der Kämmerei für das dritte Quartal von Martin Gula prognostizierten Zahlen für das Jahresende zauberten ein hoffnungsvolles Licht auf das ablaufende Haushaltsjahr: Statt der geschätzten 700 000 Euro Minus, rutscht das Gesamtergebnis nur etwa 100 000 Euro in die Miese. Als Gründe für das bessere Endergebnis führte Gula Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer in Höhe von einer halben Million Euro an. Ein Umstand, der die Wirtschaftskraft der Iffezheimer Unternehmen verdeutlicht, bezieht sich die Gewerbesteuer doch auf den erwirtschafteten Gewinn der Firmen. Getrübt wird das Licht durch die Mindereinnahmen aus der Einkommenssteuer und die Tatsache, dass nicht alle in 2023 geplanten Projekte komplett umgesetzt wurden und daher aus ihnen keine Ausgaben anfielen.

Auf die Ausschreibung der auf 200 000 Euro geschätzten Digitalisierung des Altbaus der Grundschule während der Sommerferien hätten keine Anbieter regiert, berichtete die Leiterin des Bauamtes Franziska Kraft. Die Arbeiten sollen im November erneut ausgeschrieben werden und diesmal auf die Pfingst- und Sommerferien aufgeteilt werden, so Frau Kraft. In den Sommerferien sollen die Schmutz und Lärm verursachenden Tätigkeiten erledigt werden. Die Arbeiten sollten in den Ferien stattfinden, da niemand die Schulkinder in eine Baustelle schicken möchte, argumentierte die Bauamtsleiterin.

2023 erworbene Flüchtlingsunterkunft; 2024 werden 45 Menschen nach Iffzeheim kommen

5,4 Millionen steckt die Gemeinde bis Ende des Jahres in die Infrastruktur und Vermögenswerte, wie das neue Feuerwehrboot. 3 Millionen Euro davon sind fremdfinanziert. 4,5 Millionen Euro fließen in das neue Feuerwehrhaus.Einen Flüchtlingsunterkunft wurde gekauft.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wies Daniel Haas (SPD) auf die nicht funktionierende Heizung im Feuerwehrhaus hin. Das fehlende warme Wasser beeinträchtige im Moment die Handhygiene und seit tatsächlichem Herbstbeginn die Raumtemperatur im Gebäude. Darüber hinaus hätten die Wehrlaute seit Monaten Wasser in den Heizkreislauf füllen müssen, das irgendwo im  Gebäude verschwunden sei. Viel weitreichendere Folgen habe die defekte Heizung jedoch auf die geplante Folgenutzung des Gebäudes nach dem Umzug von Wehr und Rotem Kreuz in das neue Feuerwehrhaus mit DRK - Depot in der Hügelsheimer Straße.

Es soll dann für zwei Jahre Ausweichquartier für vier Gruppen des Kindergartens St. Martin werden. Während dieser Zeit wird der Kindergarten Ecke Kapellenstraße / Mittelweg saniert und erweitert (iffze.de berichtete).

Bauamtsleiterin Franziska Kraft konnte Daniel Haas beruhigen. Just an diesem Montag sei sie mit Mitgliedern des Bauausschusses und einer ausführenden Firma vor Ort gewesen. Auch am Tag darauf würden im Feuerwehrhaus Reparaturarbeiten ausgeführt. „Morgen Abend funktioniert die Heizung wieder!“, versprach sie. Auf Grund der ausreichenden Vorlaufzeit gab sie sich sicher, „alles auf die Reihe zu bekommen“.

In einer früheren Version war die Flüchtlingsunterkunft mit einem aus der Haushaltsrechnung abgeleiteten Betrag ausgezeichnet gewesen. Seitens der Gemeindeverwaltung wurde der Preis dementiert und daher entfernt.

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