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31. Juli 2021

 

 

GV DRK

 

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. So auch beim Ortsverein Iffezheim des DRK: Eine Doppel-Generalversammlung für die Vereinsjahre 2019 und 2020.

Während 2019 wie üblich vollgepackt mit Sanitätsdiensten, Schulungen und gesellschaftlichen Ereignissen war, endete das Vereinsleben schlagartig im März 2020: Keine Präsenzveranstaltungen, keine Sanitätsdienste, da keine Veranstaltungen, nur Blutspendetermine und Notfalleinsätze. Dieses Szenario zog sich durch alle Berichte der Vorstandschaft.

Der Vorsitzende Christoph Heier ging auf die Personalien ein. Große Trauer habe beim Ableben des Ehrenvorsitzenden Adolf Stößer und der stellvertretenden Bereitschaftsleiterin Erika Laubel geherrscht. Auf der anderen Seite sei große Freude aufgekommen, daß das Gründungsmitglied Siegbert Heier, sowie  die langjährige Leiterin der Seniorengymnastik Alice Leuchtner beim Neujahrsempfang mit der Bürgermedaille in Gold, respektive Silber ausgezeichnet worden waren. Sowohl mit Elvira Schneider als neues Mitglied in der Ausbildertruppe, als  auch mit Lisa Merkel und Isabella Langer als neue Leitung des Jugendrotkreuzes wehe frischer Wind durch die  Organisation. Hocherfreut zeigte sich Heier über die neuen Mitglieder der Bereitschaft, die bereits die Grundausbildung absolviert hätten. Ebenso freute er sich auf die anstehenden Wechsel aus dem Jugendrotkreuz in die Bereitschaft.

Nach 20 Jahren habe die Bereitschaft neue Einsatzkleidung erhalten, an der sich die Gemeinde kräftig finanziell beteiligt habe. Er dankte den politischen Vertretern dafür, wie auch für die kostenlose Überlassung geeigneter Räumlichkeiten während der Pandemie.

Während 2019 noch Wanderungen und Grillfeste statt gefunden hätten, sei 2020 nach den Sanitätsdiensten bei den Karnevalssitzungen und dem Fasnachtsumzug Mitte März das Vereinsleben zum Erliegen gekommen.

Neugierig sehe man dem Großprojekt „Neubau des Feuerwehrhauses mit DRK-Depot“ entgegen dessen Fertigstellung Ende 2022 geplant sei. Er richtete erneut seinen Dank an die Gemeinde, daß die Wüsche des DRK berücksichtigt worden seien. Der Verein werde sich im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten an der Neueinrichtung beteiligen, wobei der Nachlass von Adolf Stößer eingesetzt werde. Mit dem Dank an alle Mitglieder, Förderer, Sponsoren und der Zuversicht bald in die Normalität zurückzukehren, beendete Christoph Heier seine Ausführungen.

Bereitschaftsleiter Stefan Schwab ließ die Einsätze der Bereitschaft Revue passieren. In 2019 seien 56 Dienste, davon 46 Sanitätsdienste, abgeleistet worden. Neben den Blutspendediensten habe die Übung mit der Feuerwehr auf dem Kalender gestanden. Das DRK sei zu drei Einsätzen ausgerückt. Insgesamt seien 4 691 Stunden ehrenamtlicher Einsatz für die Allgemeinheit geleistet worden. 2020 habe als normales Jahr begonnen. Ab März sei alles anders geworden. Dennoch konnte beim 125 – jährigen Rheinbrückenjubiläum der Sanitätsdienst gewährleistet werden. Die Pandemie habe dem DRK ganz Neues abverlangt, so Schwab: Die Unterstützung der Bundespolizei bei der Einreisekontrolle, mobile Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen, digitale Dienstabende. Insgesamt seien 2020 1 084 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet worden. Seit Ostern 2021 habe das DRK das samstägliche Personal für das kommunale Testzentrum gestellt. In diesem Jahr seien Sanitätsdienste auf der Rennbahn und bei der Pferdeauktion geplant.

Schriftführerin Andrea Lang ergänzte die Berichte über die Aktivitäten mit der Teilnahme an der Großübung auf dem Flugplatz Söllingen und dem KISS-Konzert, bei dem wegen eines aufziehenden Unwetters, die Zuschauer evakuiert werden mußten und dadurch enormes Gefahrenpotential entstanden sei. Nicht zu vergessen der Großeinsatz beim haverierten Kieskahn, bei dem das DRK die enorme Anzahl Helfer mit warmen Getränken gegen die winterlicher Kälte versorgt hatte. 2020 habe mit der Winterwanderung, dem Einsatz beim Neujahrsempfang und den Dienstabenden im Januar und Februar noch normal begonnen. Die Normalität habe nach dem Fastnachtsumzug geendet.

Trotz ausgefallener Rennbahnbewirtung mußte das DRK in den beiden abgelaufenen Vereinsjahren Nichts drauflegen, ging aus den Zahlen der Kassiererin Elisabth Maier hervor, der Siegbert Heier und Kurt Lorenz großes Lob für ihre einwandfreie Kassenführung zollten. Der frühere Gemeindekämmerer kritisierte erneut den großen Betrag, den der Ortsverein an den Kreisverband abführen muß. Bei 7 000 Euro Beitragseinnahmen müsse Iffezheim 4 500 Euro an den Kreis abführen. Bei 3 000 Euro Kosten für den Fuhrpark müßte der Verein eigentlich Insolvenz anmelden. Einstimmig entlastete die Versammlung Kassiererin und Vorstandschaft.

Wie Lisa Merkel berichtete, hat das Jugendrotkreuz aktuell 12 Mitglieder, für die aufregende Ausflüge und interessante Gruppenstunden mit Themen wie Organfunktionen oder die Geschichte des Roten Kreuzes organisiert worden seien.. Die Pandemie habe dann wenig Spielraum gelassen, jedoch konnte ein Schnitzeljagd und Treffen im virtuellen Raum organisiert werden. Daneben sei der Osterhase zu jedem nach Hause gekommen.

Eine Ära geht zu Ende: Leider muß Alice Leuchtner nach 39 Jahren ihre Seniorengymnastikgruppe aus Mangel an Teilnehmern schließen. In 2019 habe sich das Dutzend Teilnehmerinnen noch 40 mal zum Austausch von Neuigkeiten, Gymnastik und Gedächtnisübungen getroffen. Durch die Pandemie und altersbedingt sei der Teilnehmerkreis zuletzt auf drei Personen geschrumpft. Daher habe sie sich entschlossen, zum 31. Juli aufzuhören. Es sei eine wunderschöne Zeit gewesen, die sie in guter Erinnerung behalten werde, sagte Leuchtner sichtlich gerührt.

Auf das DRK sei immer Verlaß, lobte Bürgermeister Christian Schmid den Verein. Wir warten auf den Roten Punkt, gab er zum Stand des Neubaus Auskunft. „Wir sind froh, daß die Iffezheimer Vereine so krisenfest sind“, sagte Schmid und betonte, daß man sich gegenseitig nicht im Stich ließe. Er dankte dem DRK für seinen Einsatz im Testzentrum und dessen Beistand, dem Pandemiegeschehen gerecht zu werden. Er versprach, auch in Zukunft Hand in Hand zu arbeiten.

Einstimmig in ihrem Ämtern bestätigt, beziehungsweise gewählt wurden: Die Schriftführerin Andrea Lang, die Beisitzer Martin Krämer und Bernhard Ratzel, der Beauftragte für die Materialbeschaffung Manfred Maier und die Kreisdelegierten Markus Eichelberger, Stefan Schwab,  Andrea Lang und Manfred Maier, sowie deren Vertreter Rolf-Dieter Zoller. Edgar Schwab und Siegfried Zoller. Bestätigt wurde die Aufnahme von Elvira Schneider in die erweiterte Vorstandschaft, sowie die Wahl zur stellvertretenden Bereitschaftsleitung durch die Aktiven: Stefanie Schäfer und Rold-Dieter Zoller.

Als „sehr, sehr toll“ lobte Volker Hildenbrand als Vertreter des Kreisverbandes, die Arbeit des Ortsverein. Ganz auf die Seite Siegbert Heier stellte sich Hildenbrand. In seinem Hauptamt als Vorstand des DRK in Gaggenau, drücke auch ihn die hohe Kreisumlage und seit Jahren mache er sich Gedanken, wie die Ortsvereine finanziert werden könnten. Die Finanzierung des DRK von unten nach oben sei nicht zukunftsfähig! Dies habe er auch vor die Landesversammlung gebracht. Die Flutkatastrophe habe gezeigt, wie wichtig es sei, daß das DRK von der öffentlichen Hand gefördert werde.

 

Hildenbrand übernahm corona-konform die Ehrung langjähriger Mitglieder: Siegbert Heier (55), Alice Leuchtner (55), Siegfried Zoller (55), Andrea Lang (40) Sybille Huber (15). Nicht anwesend waren: Gisela Kindel (55), Elisabeth Frank (50), Renate Witt (45), Sandra Obrist (25). Mit einem besonderen Dank an den scheidenden Kassenprüfer Kurt Lorenz und den unermüdlichen Materialbeschaffer Manfred Maier schloß Christoph Heier die Sitzung.

 

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