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15. September 2021

 

 

OktoberFestival Tag 1

Baden Galopp

Sibylle Vogt überrascht mit Georgios im Ferdinand Leisten-Memorial 

Frauenpower zum Auftakt des Sales & Racing OktoberFESTivals vor rund 2.600 Zuschauern Freitag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim: Im Hauptrennen des ersten Tages sorgte Deutschlands beste Rennreiterin Sibylle Vogt für eine große Überraschung: Auf Außenseiter Georgios gewann die 26-Jährige das mit 200.000 Euro dotierte Ferdinand Leisten-Memorial Rennen; die Quote betrug 16,8:1. Der von Peter Schiergen für das ostwestfälische Gestüt Ebbesloh trainierte Sohn von Poet’s Voice verteidigte nach seinem Kölner Erfolg seine weiße Weste auch in dem starken Feld von 13 zweijährigen Nachwuchsgaloppern. 

Mit eineinviertel Längen Vorsprung spurtete Georgios der Mitfavoritin La Estrellita und dem ebenfalls höher gehandelten Fire Of The Sun davon. Favorit Mister Applebee belegte nach langer Führung Platz vier. 

100.000 Euro auf einen Schlag verdient

Vier Tage vor dem Rennen war Sibylle Vogt im französischen Amiens gestürzt, hatte jedoch nur einige Prellungen davongetragen. Hier vertraute sie auf die Speedqualitäten von Georgios, der 100.000 Euro auf das Konto seiner Besitzer, der Verleger-Familie von Schubert, galoppierte. 

„Ich hatte etwas Sorge, dass die Distanz und die Zielgerade für ihn etwas zu kurz sein könnten, aber Georgios hat enorm viel Herz“, kommentierte Sibylle Vogt ihr Rennen mit dem vor einem Jahr bei der BBAG-Herbstauktion für 36.000 Euro angebotenen Hengst. Georgios, der damals nicht verkauft wurde, entschied nun das am dritthöchsten dotierte Rennen des Jahres in Deutschland für sich. 

„Eigentlich hatte ich Fire Of The Sun höher eingeschätzt, aber für Georgios hat dank eines tollen Ritts von Sibylle alles gepasst“, erklärte Trainer Peter Schiergen, der den Sieger und den drittplatzierten Fire Of The Sun stellte. „Es ist gut möglich, dass Georgios in diesem Jahr noch einmal läuft. Wir werden die Route genau besprechen.“ 

De Vries vor Dubai-Trip

Zu gefallen wussten auch die Zweiten, La Estrellita mit der Französin Mickaelle Michel. „Die Stute hat nicht nur ihre Klasse, sondern auch ihren Kampfgeist bewiesen“, so ihr Betreuer Michael Figge. Mister Applebee bestätigte auch als Vierter seine letzten Resultate: „Die Leistung war schon in Ordnung, aber das nach seinem letzten Sieg erhöhte Gewicht hat sich auf dem schweren Boden natürlich bemerkbar gemacht“, so Jockey Adrie de Vries, der in der kommenden Woche einen Winter-Trip nach Dubai starten wird. Blass blieb Sea Hector, der als Elfter nie eine Chance besaß. 

200! Jubiläumssieg für Sibylle Vogt

Begonnen hatte Renntag mit insgesamt sieben Prüfungen mit einer gewaltigen Überraschung: Im Neue Welle Auftaktrennen konnte Arturo, 45:1-Außenseiter aus dem Reifenberger Quartier von Besitzertrainer Armin Weidler, bei seinem ersten Start überhaupt die höher eingeschätzte Konkurrenz mit großem Endspurt hinter sich lassen.

Für Reiterin Sibylle Vogt war dies ihr 200. Sieg. „Arturo brauchte seine Zeit im Rennen, hat dann aber sehr gut reagiert“, kommentierte sie. Die Dreierwette mit Nightdreamer und Bonarda auf Rang zwei bzw. drei kletterte auf 3.081,5:1 Euro. 

Mit einem Traumergebnis endete der Preis des Champion First Season Sire Isfahan für Trainer Markus Klug: Er stellte die bei ihrem Einstand unter Andrasch Starke siegreiche Sword Miss (Quote: 8,9:1) aus dem Gestüt Wittekindshof und die zweitplatzierte Ardakan. 

Frauenpower zum zweiten: Cecilia Müller und eine grandiose Serie von Olidaya

Ihre grandiose Serie setzte Olidaya (Quote 7,7:1) mit ihrer kongenialen Partnerin Cecilia Müller im Horst Kühl Memorial fort. In dem Ausgleich-II-Rennen über 1.400 Meter wehrte die von Altmeister Bruce Hellier in Mülheim vorbereitete Stute mit einer Energieleistung Planteur’s Whiskey und Clever Candy knapp ab. 

Im Baden-Baden-Sommerabend-Rennen gewann Mon Mistral unter Shuichi Terachi überraschend vor Dyllan und Ice Club (Quote: 21,5:1), die ebenfalls nicht als Favoriten ins Rennen gegangen waren. 

Frauenpower zum dritten: Heimsieg für Iffezheim

Im letzten Rennen des Tages führte Frauenpower zum dritten zu einem sensationellen Heimsieg: Die Stute Burning Rose, trainiert von Manfred Weber, siegte unter Mickaelle Michel im Preis der Iffezheimer Industrie – Handel und Handwerk zu einer Quote von 30,3.

Die Wettumsatz betrugt 290.992,67 Euro; davon wurden 48,46 Prozent auf der Bahn umgesetzt.

  

 

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