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19. August 2021

 

 

Parker am kurzen Zügel

 

Bereits im August 2019 hatte sich die Verwaltung mit der Straßenverkehrsbehörde und der Verkehrspolizei getroffen, um die Situation mit den auf den Gehwegen parkenden Auto an der Hauptstraße in Augenschein zu nehmen. Nach dem kräftigen Durchgreifen des neuen Gemeindevollzugdienstes hatte sich die Situation grundlegend gewandelt und die Fahrzeuge parken auf der Straße, wie dem Rat in der Sitzung Mitte September 2019 vorgestellt wurde.

Daraus erwuchs jedoch ein neues Problem, da beidseitig am Straßenrand geparkt wurde, verengte sich die Fahrbahn derart, daß ein Begegnungsverkehr somit nicht mehr möglich war. Die Fahrzeuglenker mußten kleine Staus in Kauf nehmen, bevor sie ihren mäandernden Weg durch die Hauptstraße fortsetzen konnten. Dies betraf natürlich auch die Fahrzeuge der beiden Buslinien, welche in Nöten kamen, den Busfahrplan einzuhalten.

Ingenieur Frank Gericke stellte dem Rat der Renngemeinde im März 2020 ein Parkierungskonzept vor. Dies sah eine Parkzonenregelung für die Hauptstraße vor, durch welche ein Parken außerhalb gekennzeichneter Flächen nicht mehr erlaubt wird. Ziel Gerickes war es gewesen, möglichst viel Parkplätze zuschaffen. Dies konkurrierte mit Grundstückseinfahrten und Schleppkurven und natürlich der notwendigen Fahrbahnbreite von mindestens 5,50 Meter, damit Bus und PKW aneinander vorbei kommen. An ausgesuchten Stellen wird kein Parken möglich sein, damit auch zwei LKWs sich begegnen können.

Im Grunde sah das Konzept nur noch Parkplätze auf einer Straßenseite vor, die abwechselnd mal auf der Nord-, mal auf der Südseite liegen. Außnahmen gibt es zwischen Bahnhof- und Neuer Straße, wo die Breite des Gehweges das Abstellen von Fahrzeugen auf diesem erlaubt.

Auf Grund von Personalwechseln in der unteren Straßenbaubehörde und damit einhergehender Veränderung der Sichtweise, kam die Genehmigung des vom Rat in der März – Sitzung 2020 genehmigten Konzeptes ins Stocken, wie Bürgermeister Christian Schmid zwölf Monate später im März 2021 offenbarte.

Im Juni nun konnte der Verwaltungschef dem Rat Licht am Ende des Tunnels verkünden. Das Konzept sei genehmigt und die Markierungsarbeiten ausgeschrieben. Im Julis sollten sie starten, wurden jedoch witterungsbedingt auf diese Woche verschoben. Drei Jahre nach den ersten Schritten wurden die Parker nun an die Leine gelegt. Für die Anwohner enthält das Konzept eine ganz dicken Wermutstropfen: Werktags gilt von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends fast überall in der Hauptstraße Parkscheibenpflicht mit einer Höchstparkdauer von zwei Stunden. Vor der Postfiliale im Wittweg sind es gar nur 30 Minuten. Ausgenommen sind die Parkplätze vom Kreisel Ost bis zur Bahnhofstraße und vom Rathaus bis zum Kreisel West.

 

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