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19. September 2019

 

 

Vorstellung Entwürfe Rettungszentrum

 

PNicht leicht hatte es sich das Preisgericht gemacht, unter den 15 eingereichten Entwürfen für den Neubau eines ettungszentrums mit Feuerwehrhaus und DRK-Depot den Sieger zu ermitteln. Letztlich hatte das Büro des Architekten Bernd Zimmermann die Nase vorn.

Er sei stolz darauf, daß sich so viele Architekten an dem Realisierungswettbewerb beteiligt hätten, verriet Bürgermeister Christian Schmid in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung der eingereichten Entwürfe. In zahlreichen, vom Freiburger Büro Thiele begleiteten Sitzungen, hätten Feuerwehr und DRK ihr Raumprogramm festgezurrt. In einem Fachkolloquium sei dieses den interessierten Büros vorgestellt worden, ging Schmid auf die Vorgeschichte ein. Am Freitag habe sich das Preisgericht aus insgesamt 22 Personen, von denen neun stimmberechtigt waren,  von neun bis sechzehn Uhr mit den Entwürfen befaßt.

 

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Dabei seien Unterschiede in der Herangehensweise und den dahinterstehenden Ideen deutlich geworden, rekapitulierte Schmid aus der Sitzung, da die dreieckige Form des Grundstücks  bereits eine Herausforderung darstellte. Bei der Auswahl sei wichtig gewesen, daß der Bau für alle Nutzer „funktioniere“ und kurze Wege biete. Mit der Wahl des Entwurfs der Büros Bernd Zimmermann aus Ludwigsburg, sei ein wichtiger Meilenstein gelegt worden.

Formal müsse der Gemeinderat noch dem Votum des Preisgerichts folgen, so daß die Verwaltung in weitere Verhandlungen mit dem Architekturbüro eintreten und die ersten Aufträge Anfang kommenden Jahres erteilt könne, ging der Verwaltungsleiter auf die nächsten Schritte ein. In jedem Entwurf stecke noch Verbesserungspotential, so Schmid, das sich an der täglichen Arbeit von DRK und Feuerwehr ausrichten müsse.  Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, daß das Gebäude ein „Hingucker“ werde.

Architekt Gerd Gaßmann, Fachpreisrichter im Preisgericht, ging auf Details eines solchen Wettbewerbes und betonte, daß jeder Architekt dabei mit mindestens 10 000 Euro Planungskosten in Vorleistung trete. „Hier hängen gut 150 000 Euro volkswirtschaftliches Vermögen“, hob er den Wert der ausgestellten Pläne und Modelle hervor.

Es sei keine leichte Aufgabe gewesen, auf einem suboptimalen Geländezuschnitt für zwei verschiedenen Nutzern mit jeweils eigener Erschließung zu planen, hob Gaßmann nochmals die Herausforderung für die planenden Architekten hervor. Man rackere sich ab und dann kommen Wildfremde und entscheiden über den Entwurf, versetzte Gerd Gaßmann seine Zuhörer in die Gefühlswelt der wetteifernden Architekten.

Es gebe behebbare und nicht behebbare Planungsmängel, ging er weiter auf die Vorgehensweise des Preisgerichtes ein. Mit jedem Durchgang seien es immer weniger Entwürfe geworden, berichtete der Architekt, bis sich letztlich fünf durchgesetzt hätten. Hierbei hätten sich der Erst- und der Zweitplazierte deutlich von den anderen abgehoben.

Der letztendlich zweitplazierte Entwurf des Pforzheimer Architekten Peter Schmidt habe für DRK und Feuerwehr je einen getrennten Bau vorgesehen, während der Siegerentwurf von Bernd Zimmermann beide Nutzer in einem Gebäude vereine. Dies habe letztendlich den Ausschlag gegeben, berichtete Gerd Gaßmann auf Nachfrage von Bürgermeister a.D. Peter Werler, da der einteilige Entwurf dem Gedanken an ein „Rettungszentrum“ näher gekommen sei.

Laut Protokoll des Preisgerichtes schaffe der Siegerentwurf, trotz einteiliger Bauweise zonierte Bereiche für jede Nutzungseinheit. Es lobte den klar definierten Alarmeingang und die funktionale Abfolge der Räume. Der Baukörper besteche durch Klarheit und Geradlinigkeit. Dem Planer sei es gelungen, die anspruchsvollen Bedingungen des Grundstückes gekonnt mit den Anforderungen der Nutzer zu vereinen.

Für die interessierte Öffentlichkeit ist die Ausstellung der Entwürfe im Feuerwehrhaus in der Karlstraße noch am Montag (21. 10.) und am Mittwoch (23. 10.) jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

 
Euer Kommentar an Matthias

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