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03. November 2019

 

 

Kleintierschau

 

Wenn den Besucher zart flötende Kanarienvögel im Foyer der Festhalle begrüßen, der Halle der Duft trockenen Strohs entströmt und von dort schnatternde Gänse und quakende Enten das Gezirpe und Gezwitscher zahlloser Vögel übertönen, wenn Strohstaub wie eine Sommererinnerung in der Nase kitzelt, dann ist es wieder soweit: Dann haben die Iffezheimer Kleintierzüchter wieder ihre größten Zuchterfolge den Ställen und Gehegen entnommen, um diese fein herausgeputzt den kritischen Augen der Fachjury zu präsentieren und in der Öffentlichkeit für ihr Hobby zu werben.

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Über 150 Tiere hatten die Züchter für ihre Kleintierschau ausgewählt. Der interessierte Besucher mußte heuer jedoch auf die stolzen Hähne mit ihrem Harem verzichten. Um der Weiterverbreitung einer in der Zuchtanlage aufgetretenen Herpesinfektion keine Chance zu bieten, hat sich der Verein - trotz umfassender Impfmaßnahmen – entschlossen, auf die Vorstellung der Hühner zu verzichten. Der Verein handle in seiner Verantwortung gegenüber den auswärtigen Zuchtkollegen, welche die Schau besuchen, betonte Züchtervorstand Michael Bosler.

Dem Unterhaltungswert der Tierschau tat dies keinen Abbruch. Heinz Häfele sprang mit seinen Gänsen und Enten ein, die als freilaufende Herden in Gattern auf der Bühne die Zuschauer erfreuten. Über zwei Dutzend Vogelarten aus aller Herren Länder erfreuten in ihrer farbenfrohen Vielfalt das Auge und mit ihrem Zwitschern, Gurgeln und Schnalzen das Ohr. Ob glutäugig rot mit langem Haar oder im kurzen Fellkleid von Schneeweiß über Fuchsrot und Perlgrau bis hin zum tief dunklen Schwarz mümmelten Rammler und Häsinnen der zahlreichen Kaninchenrassen vom Publikumsandrang scheinbar unbekümmert vor sich hin.

Am Vorabend der Schau zeigten sich die Züchter ganz aufgeregt, ob ihr Zeitplan in Erfüllung ginge und im gut gefüllten Brutkasten die vorwitzigen Küken ihre Schalen aufpicken und unter den Augen, des vor allem jungen, Publikums, schlüpfen würden.

An diesem Vorabend feiern die Züchter traditionell mit dem Züchterabend ihr „Erntedankfest“. Vorstand Michael Bosler durfte einige Vertreter befreundeter Vereine, wie die Züchterfreunde aus dem elsässischen Vendenheim, begrüßen. Bosler nahm die Gelegenheit beim Schopfe, seinen Vereinskollegen für ihre Tatkraft zu danken, denn nur wenn ganz viele zusammen helfen, sei eine solche Ausstellung möglich.

Selbstredend ist der Züchterabend die Gelegenheit, die frisch gebackenen Vereinsmeister zu ehren. Für die Abteilung Kaninchen übernahm dies Zuchtmeister Helmut Senser. Unter den 69 ausgestellten Tieren überzeugten Wolfgang Bleichs „Deutsche Kleinwidder weiß Rotauge“ die Jury bei den kleinen Rassen, welche 384 Punkte vergab. Bei den mittelgroßen Rassen wurde Jürgen Lutz mit „Hasenkaninchen rot-braun“ (385,5) Vereinsmeister. Lutz stellte mit 97 Punkten dabei auch den besten Rammler. Zuchtmeister Senser errang mit „Zwergwidder weiß Rotauge“ (385) und „Satin Elfenbein Rotauge“ (386) die Titel  sowohl bei den Zwerg- als auch bei den Haarstrukturrassen. Helmut Senser wird sich Ende des Monats im österreichischen Wels mit der internationalen Konkurrenz bei den Weltmeisterschaften der Zwergkaninchen messen. Insgesamt vergab die Jury sechs Mal die Note „hervorragend“ (94 – 96,5 Punkte) und vier mal „vorzüglich“ (97-100 Punkte). Diese Bestnote gab es für Jan Ullrichs Rammler. Jan holte sich mit „Zwergwidder blau“ den Meistertitel der Jugendzüchter bei den Zwergrassen.

Zuchtmeister Nico Schäfer durfte Anton Horcher (Rotohrbülbül) als Vereinsmeister bei den Nichteuropäischen Weichfressern auszeichnen. Horcher holte sich mit Weißohrbülbüln auch den Titel in der Selbstzuchtklasse. Bei den Nichteuropäischen Körnerfressern holte sich Vorstand Michael Bosler mit seinen Magellanzeisigen den Titel. Erlenzeisige führten Horst Lüke in der Sparte Europäische Vögel zum Sieg. Vereinsmeister bei den Sittichen wurde Thomas Schäfer (Rotbauchsittich). Sohn Nico holte sich bei der Jugend diesen Titel mit seinen Halsbandsittichen. Gemeinsam teilen sich Tim und Jannis Bosler den Jugendtitel mit ihren Diamantfinken bei den Europäischen Körnerfressern. Das beste Gesamtbild boten die grün-gelben Wellensittiche von Heinz Seiser.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden  Jan Schäfer (10 Jahre), Silke Stepanovsky  (15)  und Dieter Oesterle (15) mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Mit der goldenen Ehrenadel wurden Anton Horcher und Horst Lücke für jeweils 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Gleiches widerfuhr Christof Laubel, der seit 40 Jahren ein im Verein sehr aktives passives Mitglied ist. Einen farbenfrohen Blumenstrauß gab es für Tierärztin Leonie Häfele.

 
Euer Kommentar an Matthias

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