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01. April 2017

 

 

Tierisch gutes Osterkonzert

Tierisch gut“ hatte Dirigent Philipp Zink das Programm zum diesjährigen Osterkonzert überschrieben. Er und seine Musiker hielten ihr Wort. Beste synfonische Blasmusik füllte am Abend des Ostersonntages die Festhalle Iffezheim. Ob zu Lande, zu Wasser, in der Luft oder hinter Gittern verliehen die Musiker den Tieren Stimme und Rhythmus.

Hell aufklingende Fanfaren eröffneten den Konzertreigen und ließen bunt gefiederte Fasanen in die Lüfte steigen. Satoshi Yagisawas Auftragsarbeit für ein Schuljubiläum „Young Pheasants in the Sky“ symbolisiert die flügge gewordenen Schüler auf ihrem Flug in die Zukunft.

Heimatliche Gefühle bemächtigten sich der Zuhörer als sich der Storch vom Schlauchturm zu seiner Reise nach Süden erhob („Adebars Reise“, Markus Götz“) um sich mit seinen Weggefährten im Sonnenuntergang zu treffen. Die Register warfen sich echogleich die Rufe der Störche während des langen Fluges zu. Bongos kündeten von der Ankunft auf dem Schwarzen Kontinent.

Gekonnt interpretierte der Klangkörper in Michael Geislers Stück „Moby Dick – Der weiße Wal“ die Jagd des von Haß zerfressenden Kapitäns Ahab auf den weißen Wal an dessen todbringendem Ende die durchpflügte See wieder zu ihrer majestätisch blauen Weite zurückfindet.

Pfeilschnell schossen Johann Neijs „Angels of the Ocean“, die Delphine, durch das Meer und sprangen gackernd aus den Fluten.

Waren es die Kindheitserinnerungen an die Besuche der Wilhelma, die Andrea Csollány zu ihrer „Zoological Garden Suite“ verführten, wo schon am Kassenhäuschen Tierstimmen die Neugier wecken? Eine ganze Bandbreite von Rhythmen hatte das Orchester bei seinem Rundgang durch den Zoo zu bewältigen: Das tiefe Blech gab den Rhythmus für die Walzer tanzenden Elefanten, während das hohe Blech die Kletteraffen über Stock und Stein springen ließ. Zunächst von Klarinette und Saxophon in Szene gesetzt, zog der schwarze Hai graziös seine Bahnen durch das Aquarium. Auf watschelnden Füßen tanzten die Pinguine Biguine, während die tiefenentspannte Schildkröte nichts aus der Ruhe brachte. Der von den Klarinetten nur auf den Mundstücken geblasene Krähenschwarm verabschiedete die Besucher am Ausgang. Bravourös gab Manfred Burkard auf der Tuba Julius Fuciks “Der alte Brummbär“ für das er das ursprünglich für Fagott gesetzte Werk oktavierte. Mit Bravo-Rufen honorierte das Publikum den meisterlichen Vortrag.

Nach der Pause traf das Publikum auf alte Bekannte aus den Kinosälen. Äußerst erfolgreich zeigte sich das Orchester in der Zähmung des Drachen. Vom rockenden Schlagwerk vorangetrieben, hoben die Register ab zum Flug auf dem Rücken des Feuer speienden Drachens aus „How To Train Your Dragon“ (John Powell). Katzenmusik in ihren schönsten Tönen bot der Klangkörper bei Johan de Meijs Medley aus „Cats“. Vom Schrottplatz ging es direkt in den Busch. Nach einer Stippvisite bei „Tarzan“ schlugen die Musiker das „Dschungelbuch“ auf. Die Dschungelpatrouille wankte durch den Urwald, Ka züngelte und es wurde bärig gemütlich, als der Dschungel rockte. Zum Abschluß des mitreisenden Konzertes erhob der „König der Löwen“ seine Stimme in der Iffezheimer Festhalle zu einem grandiosen Medley an dessen Ende die Gewißheit stand: „Hakuna Matate“. Eine Gewißheit, die das Publikum mit stehenden Ovationen lohnte.

 

 

Die Konzertpause nutzte Traugott Bruskowski vom Mittelbadischen Blasmusikverband, um Manfred Burkard für 40 Jahre aktives Musizieren mit den Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes der deutschen Blasmusikverbände auszuzeichnen. Die Große Goldenen Ehrennadel erhielt Dirk Lorenz für 50 Jahr aktive Mitgliedschaft im Musikverein.


 

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