H O M E
 
 

Iffze.de > Aktuell > Neues > Neues 2018

 

05. Januar 2018

 

 

Kameradschaftsabend

Große Verwunderung herrschte in der Festhalle, als sich der Vorhang zur Wahl der Feuerwehrkönigin hob und das Glücksrad von zwei Thronen eingefasst war. Mitnichten jedoch für den innovativen Ansatz, jedes Jahr nun zwei Feuerwehrköniginnen zu wählen, damit jene Frauen, die es mit Macht zum Titel drängt, früher dran kommen. Nein, der zweite Thron gebührte Edeltraud Schäfer, die vor 50 Jahren zur ersten Feuerwehrkönigin überhaupt gewählt worden war. 1968 hatte der damalige Kommandant Berthold Greß diesen bundesweit wohl einmaligen Titel aus der Taufe gehoben, um den Zusammenhalt der Feuerfrauen und damit der Wehr an sich zu stärken.

Zwei Feuerwehrköniginnen hatten umständehalber längere Amtszeiten, so daß heuer erst die Kür zur 49. Königin anstand. Quasi als letzte Amtshandlung, kam es Noch-Bürgermeister Peter Werler zu, dem Glücksrad den zur Wahl nötigen Schwung zu verleihen. Dieser war zu Beginn etwas falsch dosiert, so daß erst nach der sechsten Niete der Zeiger bei der neuen Königin zum Stehen kam. Hinter der Zahl verbarg sich mit Marina I. die Frau des jungen Kommandanten Steffen Strobel. Marinas Aufgabe im kommenden Jahr wird es sein, mit Unterstützung von Wehr und Gemeindeverwaltung, zweimal ein gemütliches Beisammensein für die Frauen zu organisieren. Ihre Vorgängerin Manuela I. hatte ihre Kolleginnen zu einem Dorfbrunnenrundgang mit Lebenswasserverkostung und zum „Schrottwichteln“ eingeladen.  

Zum Blättern rechte oder linke Bildhälfte anklicken!

Da „Bilder mehr als 1 000 Worte sagen“, begann der Jahresrückblick von Kommandant Steffen Strobel mit einem Bilderreigen durch das abgelaufene Jahr. 2017 sei ein ereignisreiches Jahr gewesen, bilanzierte der Kommandant. Das breite Spektrum der 39 Einsätze habe das ganze Wissen, und dem Equipment der Iffezheimer Wehr einiges, abverlangt. Doch wie auch bei der Alarmübung an der Grundschule und bei der Jahreshauptübung habe die Wehr gezeigt, daß sie ihr Handwerk verstehe. Das Wissen und Können der Wehrmänner und -frauen falle jedoch nicht vom Himmel, leitete Steffen Strobel zum umfangreichen Ausbildungsprogramm der Wehr über. Stolz berichtete er von den 2017 zahlreich errungenen silbernen und großen Leistungsabzeichen und frisch gebackenen Bootsführern. Mit dem Dank an allen, die dabei waren, wenn sie gebraucht wurden und an die Gemeindeverwaltung, schloß Strobel den Rückblick und eröffnete das Büffett.

Frisch gestärkt eröffnete die Feuerwehrjugend mit einem fulminanten Tanz den Ritt in die fünfte Jahreszeit, die heuer sehr kurz, ihre Schatten in Form der Bühnendekoration voraus warf. Im Krachledernen und Wadelstrümpf tanzte die Gruppe 1 als Holzhackerbuam eine Hommage an ihren Gruppenführer, der in letzter Zeit zeitlich eingeschränkt. weil schwer mit „Holz machen“ beschäftigt war. Auf der Bühne flogen Späne, Äxte wurden geschärft, ein zünftiger Schuhplattler getanzt, bevor die „Buam“ als umjubelter Spielmannszug von dannen zogen.

Eine grandiose Premiere legten die Feuerwehrfrauen hin. Nach dem unentschiedenen Kampf zwischen Konfektionsgröße und Kühlschrankinhalt enterten sie das Partyschiff und rockten als Barbie, Udo Jürgens, Marianne Rosenberg, Cowboys oder bayrische Buam die Festhalle.

Reichlich Halluzinogene setzte der Bühnenbrand frei, zu dem die Minions der Gruppe 3 gerufen wurden. Traumtänzerisch wirbelten sie durch die Rauschschwaden und löschten alle Glutnester.

Mit viel, viel Gemütlichkeit versuchte die Gruppe 2, der „Stolz der Iffzer Wehr“, ihren Ehefrauen den anwesenden politisch Verantwortlichen, zu zeigen, was sie von den zig Lehrgängen des vergangenen Jahres behalten haben. Mit dem hoffnungslosen, Zwerchfell erschütternden Unterfangen, dieser Chaostruppe irgendetwas Vernünftiges abzuringen, endete der karnevalistische Teil des Abends. Bis in die frühen Morgenstunden wurde das Tanzbein noch kräftig geschwungen.

 

 

 
Euer Kommentar an Matthias

Urheberrecht © 2018 www.iffze.de

Bei namentlich gekennzeichneten Artikeln liegt das Urheberrecht beim Verfasser.

 

822